Newer posts are loading.
You are at the newest post.
Click here to check if anything new just came in.

November 29 2014

aren
20:41

Publishing: The peer-review scam
When a handful of authors were caught reviewing their own papers, it exposed weaknesses in modern publishing systems. Editors are trying to plug the holes.

by Cat Ferguson, Adam Marcus & Ivan Oransky
(from http://retractionwatch.com/)

Nature 515, 480–482 (27 November 2014) doi:10.1038/515480a

http://www.nature.com/polopoly_fs/1.16400!/menu/main/topColumns/topLeftColumn/pdf/515480a.pdf
Reposted fromArchimedes Archimedes viascience science

June 02 2014

aren
05:42
Der Spiegel interviewt den neuen Europaabgeordneten der Tierschutzpartei…
Tags: news
Reposted byyouamsilverstarnibotstraycatSmokehead18yFlypnweirdscenesinsidethegoldminezehteemusikfafnirscaveaffittoathaliskuroinekochrisnicapicellamakrosblubber

May 06 2014

aren
14:36

Protest gegen das Atomschiff „Atlantic Cartier“ im Hamburger Hafen



Nach Kletteraktionen in der Hafencity am Mittwoch und einer Straßentheateraktion am Donnerstag zum Jahrestag des Brands im Atomfrachter der ACL Reederei „Atlantic Cartier“, wurde am heutigen Samstag mit Transparenten gegen den erneuten Einlauf des Schiffes im Hamburger Hafen demonstriert:  "Hallo Geht's noch? Atomtransporte stoppen" am Ufer, "Atomausstieg ist Handarbeit" und "Atomtransporte stoppen" über Wassersowie "Atomtransporte Brandgerfährlich" an der "Atlantic Cartier" selbst. (auf dem Bild rechts, Quelle Eichhörnchen)

Am Mittwoch, bei den Kletteraktionen, nahmen die PassantInnen in der Hafencity unsere Informationsflyer gerne entgegen, Schulklassen, die sich im Hamburger Hafen auf Besichtigungstour befanden, blieben zum Teil stehen, um Erläuterungen zu unserer Protestaktion zuzuhören. Die Aktion war sehr gelungen. (Flyer als pdf)

Am Donnerstag, einem Feiertag, wurde unsere Aktion auf einem Spielplatz in der Hafencity deutlich kühler aufgenommen. Mit Chemikalienschutzanzügen verkleidete DemonstrantInnen zogen durch den Grasbrookpark in der Hafen-City, verteilten Atommüll-Attrappen, sperrten Teile des Spielplatzes als Super-GAU Sperrgebiet ab und verteilten Flugblätter zur Vermittlung der Aktion.

Strassen theater
Strassentheater, Fotos dieser Aktion:  Pay Numrich

Einige Menschen bedankten sich ausdrücklich für die Aktion. Andere fühlten sich in ihrem idyllischen schönes Wetter Feiertagsausflug gestört. „Warum machen Sie das an einem Feiertag?“ „Warum auf einem Spielplatz, das kann die Kinder erschrecken“. Man stellte sich hin und deklarierte die Aktion zu einer „Gefahr für die Kinder“, die wegen des Auftretens der Menschen in Anzügen die kommende „Nacht nicht schlafen würden“. Erschrocken zeigten sich die Kinder eher nicht, viele stellten aber Fragen, wollten Erklärungen. Fragen, die ihre Eltern ungern beantworteten, weil dies ihren ruhigen Feiertag störte. Gefahren werden gerne verdrängt, man spricht nicht gerne darüber, schon gar nicht mit Kindern, das macht Arbeit, den Kindern das Thema in leichter Sprache zu vermitteln.

strassentheater

Was die Menschen auch gerne Verdrängen ist, dass ihre Kinder von einer atomaren Katastrophe nicht verschont bleiben würden und dass man sich nicht aussuchen kann, wann diese Eintritt. Sicher ist nur das Risiko – auch an einem Feiertag, wie der Brand an Bord des „Atlantic Cartier“ im Hamburger Hafen am 1. Mai 2013 es zeigte. Erst nach 16 Stunden und mit knapp 300 Feuerwehrleuten konnte der Brand gelöscht werden. An Bord befanden sich verschiedenste hochgefährliche Ladungen, darunter Munition, Ethanol, Brennelemente und Uranhexafluorid-Behälter. Derzeit verfügt die Hamburger Feuerwehr nicht einmal über funktionierenden Löschboten.

Ein Spielplatz in Sichtweite der damaligen Unfallstelle bot sich für die Straßentheateraktion besonders an. Es ist auch eine Erinnerung daran, dass einen ganze Generation von Kindern nach dem Tschenobyl-Gau nicht im Sandkasten spielen durfte. Das wird gerne verdrängt. Aufklärung ist bitter notwendig.

Aus dem Brand zu lernen hieße die Atomtransporte über den Hamburger Hafen einzustellen. An der organisierten Unverantwortlichkeit der Politik von oben hat sich aber nichts geändert.

Der Hamburger Hafen ist weiterhin Drehscheibe für zahlreiche radioaktive Transporte. Im Schnitt kommt es etwa jeden zweiten Tag zu einem Urantransport durch die Hansestadt. Umgeschlagen wird dort alles von Uranerzkonzentrat über angereichertes Uran bis zu fertigen Brennelementen.

Ausgerechnet der Frachter „Atlantic Cartier“ hat am heutigen Samstag im Hamburger Hafen wieder festgemacht. Es wurde auf Wasser an Land dagegen protestiert. Ich übernehme die Pressemitteilung und einige Bilder vom heutigen Samstag. Am kommenden montag kommt schon der nächste Atomfrachter: Die ‘Sheksna’ (Reederei ASPOL Baltic Corporation )befindet sich aus St.Petersburg kommend auf dem Seeweg über den Nord-Ostsee-Kanal (NOK) zum Burchardkai im Hafen von Hamburg , dieses Schiff hat in der Vergangenheit bereits nachweislich angereichertem Urandioxid (“unbestr. Uran-Pellets”), neue Brennelemente ("unbestr. Brennelemente") und Uranerzkonzentrat (U3O8) in den Hamburger Hafen transportiert. Ein LKW mit Fässern von angereichertem UF6 (und das entsprechende Gefahrengutsymbol) wurde am heutigen Tag auf seinem Weg in den Gamburger Hafen außerdem gesichtet.

Pressemitteilung

„Atomtransporte brandgefährlich“ - Ein Jahr nach dem Großfeuer: Protest mit Barkasse und Transparent gegen Atomfrachter „Atlantic Cartier“ im Hamburger Hafen

Atlantic cartier
Protest an der Atlantic Cartier - Bilder D. Seifert

Hamburg, den 03.05.2014

Erneut hat der vor fast genau einem Jahr von einen Großfeuer betroffene Atomfrachter Atlantic Cartier im Hamburger Hafen fest gemacht. Das Schiff befördert in vielen Fällen radioaktives Uran für die Ver- und Entsorgung von Atomanlagen. AtomkraftgegnerInnen, darunter Aktive von ROBIN WOOD, dem Anti-Atom-Plenum und der Gruppe SAND, fordern ein Verbot der Atomtransporte im Hamburger Hafen. Unser Ziel ist die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen. Von einer Barkasse aus wurde ein großes Transparent mit Magneten an der Schiffswand der Atlantic Cartier angebracht: „Atomtransporte brandgefährlich“ war darauf zu lesen.  Die Atlantic Cartier hat heute morgen am Uni-Kai gegen 8 Uhr fest gemacht.

Atlantic cartier protest
Über Hamburg werden rund jeden zweiten Tag radioaktive Frachten für Atomkraftwerke und  andere Atomanlagen in aller Welt abgewickelt. Oftmals sind die Brennelementefabrik im niedersächsischen Lingen und die Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau (Münsterland) Ziel oder Absender der radioaktiven Uran-Materialien. Beide Uran-Fabriken unterliegen nicht dem sogenannten Atomausstieg, sondern verfügen über völlig unbefristete Betriebsgenehmigungen. Sie beliefern Atomanlagen weltweit.

Während des Großfeuers hatte die Atlantic Cartier vor einem Jahr neben Munition und Ethanol auch radioaktive Brennelemente und Uranhexafluorid-Behälter an Bord. Bis heute ist die Brandursache nicht aufgeklärt. Das Schiff gehört der Reederei ACL (Atlantic Container Line). Die ACL transportiert regelmäßig radioaktive Stoffe zum Betrieb von Atomanlagen.

Atlantic cartier protest

Der letzte bekannt gewordene Unfall eines Schiffes der ACL, der Atlantic Companion, ereignete sich am 13.3.14 in Halifax/Kanada. Da hatten sich vier Fässer mit angereichertem Uran aus ihrer Halterung gelöst und stürzten beim Entladen aus sechs Meter Höhe auf das Schiffsdeck. Obwohl zunächst ein Anstieg der Radioaktivität auf das 3-4fache gemessen und der Hafenbereich evakuiert wurde, konnten später keine Undichtigkeiten der Behälter festgestellt werden. Dass die Behälter einen Sturz auch aus neun Metern Höhe überstanden hätten, wie der Hersteller angibt, beruhigt dabei wenig: Containerbrücken sind meist um die 15 Meter hoch. Auch die Atlantic Companion ist regelmäßig als Atomtransport auch in Hamburg „zu Gast“: Voraussichtlich wieder am 6. Mai 2014.

Atlantic cartier protest

Das radioaktive Uranhexafluorid (UF6) ist hoch aggressiv und extrem toxisch: Bei Freisetzung nach einem Unfall bilden sich bereits durch die Luftfeuchtigkeit Flusssäure und andere giftige Fluorverbindungen. Diese verursachen schwere Verletzungen der Atemwege. Je nach Witterungsbedingungen können bis in ca. 600 m Entfernung vom Unfallort tödliche Konzentrationen auftreten.

Für die sofortige Sperrung des Hamburger Hafens für Atomtransporte! Für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen – weltweit!"

Anti Atom Plenum, Robin Wood, SAND (Systemoppositionelle Atomkraft Nein Danke Gruppe Hamburg)


Um die weitgehend unbekannten Atomtransporte zu thematisieren, wird es im August (9.-16.8.) ein Anti-Atom-Camp in der Nähe von Kiel geben, denn auch durch den Nord-Ostsee-Kanal werden zahlreiche radioaktive Stoffe inklusive UF6 transportiert. Dort fährt im Schnitt einmal pro Woche radioaktive Fracht entlang. Mit Workshops, Vorträgen und Aktionstagen sollen die Menschen in und um Kiel für das Thema Atomtransporte und die damit verbundenen Gefahren sensibilisiert werden.

Presse:

* Aktueller ZEIT-Artikel zum Brand, mopo, Abendblatt,,
Tags: news
Reposted fromdarksideofthemoon darksideofthemoon
aren
08:21
Reversed axis: a chart about gun violence in Florida after stand your ground was passed (Reuters)
Reposted fromshallow shallow vianibbler nibbler

April 10 2014

aren
10:05
Play fullscreen
▶ quer-Schläger: "Ich hab' nix gegen Schwule, aber ..." | quer vom BR - YouTube
Tags: news
Reposted fromeick eick viakissalonecomplex kissalonecomplex

April 03 2014

aren
08:57

January 15 2014

aren
13:52
Jessica Williams proposes applying New York’s Stop and Frisk policy to Wall Street bankers.
Tags: politics news fun
Reposted frommonkeyvault monkeyvault viasplinterpie splinterpie

January 08 2014

aren
08:01


The Gulabi gang is a group of Indian women vigilantes and activists who visit abusive husbands & beat them up with laathis (bamboo sticks) unless they stop abusing their wives.

In 2008, they stormed an electricity office in Banda district and forced officials to turn back the power they had cut in order to extract bribes.[4]They have also stopped child marriages and protested dowry and female illiteracy.

The group, which the Indian media portray positively, was reported to have 20,000 members as of 2008, as well as a chapter in Paris, France.

The Gulabi gang is the subject of the 2010 movie Pink Saris by Kim Longinotto and the 2012 documentary Gulabi Gang by Nishtha Jain. Another movie, Gulab Gang, starring Madhuri Dixit in the leading role, is to be released on International Women’s Day, March 8, 2013.

Tags: sexism news

January 07 2014

aren
21:17

Reformiert das Urheberrecht!

Die EU will deine Meinung zur Urheberrechtsreform hören. Auf dieser Seite kannst du ganz einfach der offiziellen Urheberrechts-Anhörung antworten, indem du die für dich wichtigen Fragen heraussuchst. Zusammen schaffen wir es, dass unsere Meinung gehört wird!

Eine Sache noch: Du kannst die Fragen in jeder beliebigen europäischen Sprache beantworten – wie es für dich am einfachsten ist!

http://youcan.fixcopyright.eu/30c3/de/
Tags: politics news
Reposted fromunbill unbill viaDIY DIY
aren
16:20

Achtung! Der folgende Text stammt nicht von mir, ist rein subjektiv und wurde mir von einer Spaziergängerin im Gefahrengebiet zugesandt. Für die inhaltliche Richtigkeit kann ich nicht garantieren, so dass sich jede*r selbst ihr/sein Bild vom Gefahrengebiet machen sollte!

Bericht einer Spaziergängerin im Gefahrengebiet Hamburg:

Petersilie oder marihuana? bild quelle: privat

Petersilie oder Marihuana? Bild Quelle: Privat

“Ich und eine Freundin spazierten heute bei dem schönen Wetter warm angezogen und mit einem schwarzen Tuch vorm Gesicht (es ist ja schließlich Winter) durch das Hamburger Gefahrengebiet. Weil zwischendurch die Sonne rauskam trugen wir außerdem eine Sonnenbrille um unsere Augen vor dem gefährlichen UV-Licht zu schützen.
In unseren Taschen führten wir allerhand nützliche Sachen mit uns mit, auf die bei einem Spaziergang nie zu verzichten ist: Sozialistische Literatur, ein Märchenbuch, Sexspielzeug, Panzertape, Reizunterwäsche, Kondome, eine Banane, Fünf-Freunde-Kassetten, Rettungsdecken, Landkarten, Feuchttücher, Schnur, Schokolade und in kleine Tütchen abgepackte getrocknete Petersilie und Algenpulver, sowie einen Beutel mit Katzenscheiße.
Weil uns die verstärkte Präsenz der Gesetzeshüter etwas verschreckte, sind wir immer ein bisschen schneller gegangen wenn wir sie hinter einer Ecke auftauchen sahen, oder haben auch mal spontan unsere Richtung gewechselt und haben kleine Sprints eingelegt, um ihnen nicht zu nahe kommen zu müssen.
Komischer Weise hat das ihre Aufmerksamkeit auf uns gelenkt, und schon bald hatten wir eine grüne Wanne auf unseren Fersen. Vor Angst flüchteten wir in den beschaulichen Florapark. Als wir auf der anderen Seite wieder herauskamen wartete besagte Wanne schon auf uns. Wir liefen den Bürgersteig in die andere Richtung davon, so dass die Wanne aufwendig wenden musste und uns dann mit Vollgas verfolgte. Sie musste dann falschherum in eine Einbahnstraße fahren um unsere Flucht zu stoppen. Fünf schwer bewaffnete Cops sprangen aus dem Wagen, liefen uns nach, packten mich am Rucksack damit ich stehen blieb und umstelle uns. Sie nahmen unsere Personalien auf. Als wir nach dem Grund für die Kontrolle fragten, sagten sie, es handele sich um Routinekontrollen, weil wir uns in einem Gefahrengebiet befänden. Auf die Frage, wieso wir denn vor Ihnen weggelaufen wäre sagten wir, dass uns so schwer bewaffnete Leute Angst machen würden.
Als sie meinen Rucksack öffneten fanden Sie direkt das oben auf liegende Tütchen mit getrockneter Petersilie. Sie nahmen es heraus, inspizierten es, rochen daran und stellten fest: „Riecht nach Tee“. Sie machten sich ausgiebig Notizien über unser Aussehen und Verhalten, führten ein Telefonat, tuschelten ein bisschen über uns und ließen uns dann wieder gehen.
Kaum waren wir hundert Meter gegangen, stand dort eine weitere Polizeieinheit in der Ecke. Erschrocken liefen wir davon, und sie liefen uns sofort hinterher.
Schnell hatten sie uns eingeholt (wir hatten keine Lust uns wirklich Mühe zu geben mit dem Weglaufen) und umstellten uns. Sie wollten unsere Personalien haben und teilten uns abermals mit, wir befänden uns in einem Gefahrengebiet. Eine Polizistin meinen Rucksack und fand wieder das oben aufliegende Päckchen mit Petersilie. Panisch und hektisch verlangte die ihre Kollegen herbei, die mit einer Taschenlampe hineinleuchteten. Sie holte das Tütchen heraus und stellte sachkundig fest: „Nun, das sieht mir ja nach Marihuana aus. Das werden wir gleich einmal konfiszieren und zur Untersuchung an die KTU schicken. Wenn das wirklich das ist wonach es aussieht, können Sie mit einer Strafanzeige rechnen. Außerdem müssen wir Sie jetzt mit zur Wache nehmen.“
Auf der Wache musste ich mich bis auf die Unterwäsche ausziehen. Sie wollten eigentlich, dass ich mich komplett ausziehe damit sie meine Körperöffnungen kontrollieren können, aber ich habe mich geweigert und sie haben nicht weiter darauf bestanden. Anschließend wurde der Rucksack durchsucht und alle meine sorgfältig eingepackten Gegenstände hatten ihre kleinen Auftritt. Anschließend war es relativ offensichtlich, dass das ganze von uns gewollt war. Die Polizei begann daran zu zweifeln, dass sich in dem kleinen beschlagnahmten Tütchen tatsächlich das illegale Pflänzchen befinden sollte. Ich sagte, dass es sich um Petersilie handelt, worauf sie einsahen, dass das recht wahrscheinlich war. Ich bat sie trotzdem darum, es doch gerne in der KTU untersuchen zu lassen, weil sie mich nun auch etwas verunsichert hätten, ob es nicht vielleicht doch ein gefährlicher Stoff sei, aber sie wollten nun nicht mehr, und gaben es mir zurück.
Anschließend konnten wir gehen.
Etwas enttäuscht waren wir nur, dass wir keinen Platzverweis bekommen haben. So haben wir wohl leider nicht die volle Punktzahl erzielt.”

Erfahrungsbericht einer Spaziergängerin im Gefahrengebiet | md-protestfotografie
Tags: news
Reposted fromlordminx lordminx viaStadtgespenst Stadtgespenst

December 07 2013

aren
10:48
2072 91b8
Tags: news anigif
Reposted fromjebemtimater jebemtimater viaFrauJule FrauJule

November 18 2013

aren
22:11
Play fullscreen
▶ TTIP - Freihandeslabkommen USA - EU - ohne Vorbehalte - Verbraucherschutz - Frontal 21 - 25.06.2013 - YouTube
Tags: politics news
Reposted fromdo-panic do-panic viaawezone awezone

November 14 2013

aren
14:12
3858 b532 390
sz.de


"The Act of Killing" im Kino: Ein kotzender Geist

Die Paramilitärs der Sechzigerjahre, die in Indonesien ihre Gegner abgeschlachtet haben, sind bis heute an der Macht. In dem Wahnsinnsfilm "The Act of Killing" spielen sie ihre Gemetzel von damals nach.
...steht dagegen im halben Vorspann: "Anonym". Zur Vermeidung von Repressalien muss er seine Mitarbeiter aufführen wie Leichen in einem möglichen anonymen Massengrab. Denn anders als die Nazis sind die indonesischen Täter die Sieger der Geschichte - und lassen sich von einer eingeschüchterten Öffentlichkeit, von ihren Opfern und deren Angehörigen, heute als Nationalhelden verehren. ...
Tags: politics news
Reposted fromdarksideofthemoon darksideofthemoon

November 13 2013

aren
21:51

Reaktion auf NSA-Skandal: Künstler verwanzt Wald



Warum internationalen Geheimdiensten die Überwachung von Privatmenschen überlassen, wenn man auch selbst ganz leicht abhören kann - da, wo die Menschen sich völlig unbeobachtet fühlen? Dachte sich der Künstler Florian Mehnert und installierte Mikrofone in deutschen Wäldern. Seine Abhörprotokolle sind nun online.
Tags: news art

October 31 2013

aren
22:28

the latest Billion Dollar-o-Gram


interesting, as usual. see where how much money goes. for example:

US space programme 1959-2015: 486bn
US Defence budget 2011: 739bn
Tags: news politics
Reposted frombesen besen
05:57

Cisco und Mozilla haben einen Lizenz-Hack gemacht. ...

Cisco und Mozilla haben einen Lizenz-Hack gemacht. Cisco hat H.264 lizensiert und sich das Kleingedruckte genau durchgelesen. Darin gibt es ein Limit für die Lizenzgebühren, die pro Jahr fällig werden können. Das Limit sind 6,5 Millionen Dollar pro Jahr. Cisco hat sich überlegt: Was die nächste Generation an Internet-Wachstum zurückhält, ist dass die Leute noch nicht alle WebRTC zum Chatten in ihrem Browser benutzen. Cisco hat auch keinen Bock auf nicht-offene Standards, daher ist ihnen WebRTC wichtig. WebRTC scheitert im Moment daran, dass Mozilla nicht bereit ist, für Firefox Lizenzgebühren an die MPEG-Mafia zu zahlen. Kein Wunder, sie verteilen Firefox ja kostenlos, und die Lizenzgebühren sind pro Kopie der Software.

Ciscos Hack ist, dass sie jetzt einen H.264-Codec als Plugin verschenken, ordentlich lizensiert. Das darf sich dann jeder installieren und damit H.264 abspielen, ohne dass Lizenzgebühren fällig werden.

Sieht erstmal elegant aus, aber ist in vielerlei Hinsicht ein Desaster. Erstens haben wir uns damit erpressen lassen. Damit hat das System "Lizenzgebühren für internationale Standards" gewonnen. Soweit hätte es nie kommen dürfen, aber jetzt ist klar: Der Widerstand dagegen ist gescheitert.

Zweitens heißt das, dass man jetzt für H.264 das Cisco-Modul verwenden muss, dann muss man keine Lizenzgebühren zahlen. Wer wäre unter diesen Umständen so doof, ein anderes Modul zu nehmen? Niemand. Wenn sich dieses System einbürgert, dann haben wir alle verloren, weil für die nächste Iteration von Standard nicht mehr ein Konkurrenzkampf an Implementationen die Qualität hochtreiben wird, sondern es wird genau einen Binärblob von Cisco gehen.

Damit sind wir beim dritten Problem. Was, wenn da ein Bug drin ist? Ein Sicherheitsloch? Eine Hintertür? Damit wäre dann die ganze Welt davon abhängig, dass Cisco den Kram wartet. Und um Cisco ranken sich seit mindestens 20 Jahren Gerüchte, dass sie im Gegenzug für Exporterlaubnisse Hintertüren für die US-Regierung eingebaut hätten. Dieser H.264-Blob wäre quasi das perfekte Einfallstor für die NSA. Die NSA wäre doof, da nicht sofort aufzuspringen.

Oh und nehmen wir mal an, das wird jetzt der große Erfolg, nach dem es aussieht. Wieso würde das dann beim nächsten Codec nicht genau einen Lizenznehmer geben? Wer sich unter diesen Umständen noch eine Lizenz von denen kauft, ist doch doof! Das muss sich auch die MPEG-Mafia gerade durch den Kopf gehen lassen. Und die einzige Antwort ist, diese Klausel rauszunehmen für die nächsten Codecs.

Ich persönlich halte es daher jetzt für noch wichtiger als bisher, H.264 loszuwerden, und hoffe auf Daala.

Der Typ hinter Ogg Vorbis und Daala sieht das übrigens ziemlich ähnlich.

Tags: news internet
Reposted fromfefe fefe

October 27 2013

09:55
0145 f258 390

marauders4evr:

damnnlyssa:

hentied:

codeinecostanza:

spicychickncrisp:

This happened right down the street from my house.

I went to school with him.

I even spoke to him a few times.

Everybody who knew him said he was a really good kid.

Keep spreading this.

FUCK FLORIDA

oh well isn’t this fucked

i got an anon ask about this the other day and i did hella research on it, shits fucked up.

I officially have this gif on standby because it is necessary every single week.

Tags: news
Reposted frombwana bwana vialordminx lordminx

October 16 2013

aren
10:03

Several blogs have erupted in anger over the story of an 11-year-old girl who was gang raped in Texas. This girl's story is appalling on its own. But the focus of bloggers' disgust and frustration has been directed more towards the media coverage of the rape--The New York Times and The Houston Chronicle, in particular, are being called out for only including details and quotes that seem to blame the victim and solicit sympathy for the rapists.  

The New York Times reported yesterday on a police investigation into the gang rape of an 11-year-old girl by 18 young men and boys in Cleveland, Texas. Reporter James McKinley Jr. described the incident, in which the girl was lured into one 19-year-old boy's car and subsequently raped by that boy and 17 others in a house and then an abandoned trailer. The assault was video taped on several of the attackers' cell phones and came to light when the videos surfaced last November.

After some background, McKinley homes in on the community's reaction to this crime, writing, "the case has rocked this East Texas community to its core and left many residents in the working-class neighborhood where the attack took place with unanswered questions. Among them is, if the allegations are proved, how could their young men have been drawn into such an act?" This question was what initially grabbed bloggers' attention. Mother Jones's Mac McClelland takes a look at the words "have been drawn into" and pulls it apart:

Hmm. My editors let me get away with passive voice, too, but in this case it seems inappropriate, as does the particular verb choice, which gives the suspects a little bit of a pass. If the allegations are proved, then the young men of Cleveland, Texas, committed these dreadful acts. However by the story's semantics, they didn't do anything. They were coerced into it by some unnamed influence or entity.

Then in Times article's next paragraph, one Cleveland resident is quoted saying, "It's just destroyed our community. These boys have to live with this the rest of their lives." This is probably true. But, as blog Cup O'Joel points out, "It would've been nice to have this story feature the voice of somebody saying, essentially, 'This girl will have to live with this the rest of her life.' ... Instead, we're treated to a version of adolescent slut-shaming."

The blogger is referring to the next part in the article, which talks about community members who had seen the victim hanging around the abandon trailers where the incident took place and recall that she "dressed older than her age, wearing makeup and fashions more appropriate to a woman in her 20s." One neighbor questioned where her mother was and why she was allowed to go to this notoriously dangerous area alone. Jezebel's Margaret Hartmann, outraged by the inclusion of these comments, writes:

These are important details to include in the story! If the mother didn't keep an eye on her daughter and let her wear slutty clothing, clearly it's her fault that her 11-year-old was the victim of a horrifying sexual assault. Worse, the Times fails to offer any sort of quote or reflect any degree of reporting that would offer balance to the victim-blaming.

Hartmann points out that The Houston Chronicle also had some questionable coverage of the incident, which included details of the young girl's Facebook page, noting that while "sometimes she comes across like a little girl...she also makes flamboyant statements about drinking, smoking and sex." Hartmann argues that mentioning these details "only serves to paint her as the type of girl who's 'asking' to get raped. Publishing information like that would be wrong if the victim was an adult, and it's totally reprehensible in the case of a victim who "comes across like a little girl," because that's exactly what she is."

Jamelle Bouie at The American Prospect's Tapped blog adds that the coverage of this incident is indicative of our society's attitude towards sexual assault victims in general. "The most depressing thing about that New York Times story isn't the victim-blaming per se. Rather it's the extent to which it reveals the ubiquity and casual acceptance of victim-blaming," he explains. "Put another way, if our culture doesn't particularly care about the victims of sexual assault, then why should The New York Times?"

Tags: news sexism

October 15 2013

aren
07:41

Japan aktuell: Neuer Cäsium-Rekordwert für Fukushima-Hafeneinfahrt erreicht

Bereits das Wochenende sorgte beim Betreiber des Kernkraftwerks Fukushima aktuell zu neuen Rekorden und Unsicherheit im Bezug auf Strahlungsmessungen.

Wenn zum Wochenbeginn am AKW Fukushima heute zumindest beratende Hilfe aus dem Ausland eintrifft, kann man dies fast schon als Verbesserung bezeichnen.

Details zu den Einzelmeldungen der Fukushima News, sowie zu den weiteren Themen, jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 14. Oktober 2013.

Unsere Themen zu Wochenbeginn:

  • Neuer Cäsium-Rekordwert für Fukushima-Hafeneinfahrt erreicht
  • Cäsiumwerte an Tanks angeblich durch Sedimente verfälscht
  • Strahlungsbelastung der Fukushima-Arbeiter liegt möglicherweise 20 Prozent höher
  • Größte Atomkraftgegner-Demo seit Reaktorabschaltung
  • Windrichtung bei Evakuierungsübung berücksichtigt
  • IAEA-Team nimmt Umweltmanagement-Mission auf


Neuer Cäsium-Rekordwert für Fukushima-Hafeneinfahrt erreicht:

Wie der Kraftwerksbetreiber TEPCO am Samstag, dem 12. Oktober bekannt gab, habe man an der Einfahrt des Hafenbereichs, zwischen dem Hafenbereich um das Kraftwerk und den umgebenden Ozean, steigende Werte an radioaktivem Cäsium nachweisen können.

Offizielles standardfoto des atomkraftwerks fukushima daiichi (foto: tepco)

Mit Zahlen von insgesamt 10 Becquerel an Cäsium-134 und Cäsium-137 an der Hafeneinfahrt ist dies der höchste gemessene Wert seit Beginn der dortigen Entnahme von Wasserproben im Juni 2013. Der bisherige Rekordwert an radioaktivem Cäsium in der Hafeneinfahrt war am 19. August 2013 nachgewiesen worden und betrug 1,6 Becquerel an Cäsium-134 und 4,7 an Cäsium-137.

Obwohl die Weltgesundheitsorganisation WHO für Trinkwasser eine Maximalbelastung mit radioaktivem Material auf 10 Becquerel pro Liter festgelegt hat, erklärte der Kraftwerksbetreiber TEPCO, der Einfluss auf die Umwelt durch den jüngsten Rekordwert sei vernachlässigbar.

Das Kraftwerk hatte zuletzt eine ganze Reihe von Turbulenzen und Rekorden. Nachdem zuvor am 8. Oktober in einer Distanz zur Hafeneinfahrt 1,4 Becquerel an Cäsium-137 entdeckt worden waren,  folgte am 10. Oktober an einem Messposten der Nachweis von 320.000 Becquerel an Tritium – es war der erste Mal, das eine Grundwasserbelastung über 300.000 Becquerel pro Liter nachgewiesen wurde.

Während am Vortag die Cäsiumwerte praktisch unter dem Nachweiswert gelegen hatten, kam es am vergangenen Freitag, dem 11. Oktober, über Nacht zum Anstieg auf 2,7 Becquerel an Cäsium-134 und 7,3 Becquerel an Cäsium-137.

Cäsiumwerte an Tanks angeblich durch Sedimente verfälscht:

Am Sonntag lagen die  Werte von Cäsium-134 an der Abflussrinne eines Tanks bei 1.000 Becquerel pro Liter, was im Vergleich zum Samstag einen deutlichen Anstieg bedeutet. Der Messwert von Cäsium-137 lag mit 2.300 Becquerel pro Liter noch höher.

Da jedoch im weiteren Verlauf des Abflusses an einer anderen Stelle praktisch keine Änderungen zum Samstag nachgewiesen werden konnten, vermutete TEPCO, bei der ersten Entnahme könnten bei der Wasserprobe aufgenommene Sedimente das Ergebnis verfälscht haben. 

Eine erneute Analyse ergab dann tatsächlich nur noch eine Belastung von 83 Becquerel (Cäsium-134) bzw. 220 Becquerel (Cäsium-137) pro Liter. Da auch keine signifikanten Abweichungen bei den Betastrahlern auftreten, sieht TEPCO das Szenario aufgewirbelter Sedimente als wahrscheinlich an.

Strahlungsbelastung der Fukushima-Arbeiter liegt möglicherweise 20 Prozent höher:

Ein wissenschaftlicher Ausschuss der UN kommt zu dem Schluss, dass die japanische Regierung die inkorporierte Strahlungsbelastung unmittelbar nach Ausbruch der Fukushima-Krise und in der Akutphase bis zu 20 Prozent unterschätzt haben könnte.

Schulung zur messung von strahlung und dekontamination eines patienten (foto: tepco)

Zu diesem Schluss kommt der Wissenschaftliche Ausschuss der Vereinten Nationen zur Untersuchung der Auswirkungen der atomaren Strahlung (UNSCEAR) nach der Auswertung von Daten zur Menge des freigesetzten radioaktiven Materials, die durch Japans Regierung, den Kraftwerksbetreiber TEPCO und weitere Stellen zur Verfügung gestellt wurden.

Auch die Strahlungsinformationen der 25.000 Arbeiter, die bis spätestens Oktober 2012 an der Anlage arbeiteten, flossen in den Bericht ein und machten Mängel deutlich.

So wurde die Schilddrüsenbelastung der Arbeiter nicht nur mit deutlicher Verzögerung nach ihrem Einsatz getestet – die radioaktiven Isotope iod-132 und Iod-133 die nur kurze Halbwertszeiten von zwei bzw. 20 Stunden haben, wurden bei der Strahlungsbestimmung völlig ignoriert.

Wenn man diese Aspekte mit der Menge an radioaktivem Material und der Art der radioaktiven Substanzen berücksichtige, so gelange man zu dem Schluss, dass zu Beginn der Krise die tatsächliche Strahlungsbelastung der Arbeiter um 20 Prozent unterschätzt worden sei.

Sollte diese Einschätzung stimmen, hätten mehr Arbeiter ein Anrecht auf langfristige Gesundheitskontrollen. Deren Gewährung hängt derzeit von der Strahlungsbelastung ab. Bislang sind 1.100 Personen aufgrund einer Ganzkörperbelastung von mehr als 50 Millisievert und weitere 2.000 aufgrund von niedrigeren Werten, aber Schilddrüsenbelastungen über 100 Millisievert berechtigt.

Doch auch andere Maßnahmen, die eine langfristige Beurteilung der Risiken für die Arbeiter überhaupt erst möglich machen würden, sind nach wie vor nicht gänzlich getroffen.


Vielfach haben Unternehmen trotz der gesetzlichen Verpflichtung weder Gesundheitskontrollen durchgeführt, noch entsprechende Gesundheitsberichte an die Regierung übermittelt.

Eine vom Gesundheitsministerium geplante Datenbank mit den Gesundheitsinformationen der Arbeiter zur Langzeitbeobachtung der Strahlungsfolgen, krankt an dem Vorgehen der Beteiligten. Im Fall der Datenanforderung von 20.000 Arbeitern die bis Dezember 2011 tätig waren, fehlen mit Stand vom August 2013 in 4.297 Fällen grundlegende Gesundheitsdaten.

Von TEPCO und dessen 81 Hauptvertragspartnern sind bis heute nicht die geforderten Daten eingesandt worden. Im Fall einiger Unternehmen gehen die UN-Experten davon aus, das überhaupt keine Gesundheitskontrollen erfolgten.

Die wichtigen Daten zur Schilddrüsenbelastung liegen den Experten vielfach nicht vor, da in der Datenbank zwar unter anderem auch die unterschiedlichen Strahlungsangaben und Untersuchungsergebnisse zu Lungenkrebs, Darmkrebs und anderen Krebsarten vorhanden sind – Im Fall der Schilddrüse wurde die Strahlungsbelastung nicht mit abgedeckt und Untersuchungsergebnisse liegen nur in Teilen vor.

Über diese Entdeckung berichteten unter anderem Kyodo, Mainichi Shimbun und Asahi Shimbun.

Größte Atomkraftgegner-Demo seit Reaktorabschaltung:

Am Sonntag versammelten sich nach Angaben der Organisatoren 40.000 Demonstranten in Japans Hauptstadt Tokyo, um gegen die Atompolitik der Regierung zu protestieren. Bei ihrem Marsch durch das Zentrum der Hauptstadt verliehen sie ihrem Unmut durch entsprechende Parolen Ausdruck.

Tokyo: atomkraftgegner-demo am 29. juli 2013 (foto: hajime nakano, cc-by)

Nach Einschätzung der jiji handelt es sich um die größte Demonstration von Atomkraftgegnern, seit der letzte Reaktor des Landes am 15. September vom Netz ging. Die Teilnehmer werfen Premierminister Shinzo Abe vor, wissentlich gelogen zu haben, als er gegenüber dem Internationalen Olympischen Komitee behauptet hatte, die Situation am AKW Fukushima sei unter Kontrolle.

Zu den Protestierenden gehörte auch der japanische Literaturnobelpreisträger Kenzaburo Oe, der bereits an einer ganzen Zahl von Demonstrationen teilgenommen hatte und die Atomkraftgegner moralisch unterstützt. Über die Proteste entlang des Industrieministeriums und des TEPCO-Hauptsitzes berichteten Asahi Shimbun und jiji.

Windrichtung bei Evakuierungsübung berücksichtigt:

Nachdem am Sonntag die große Katastrophenübung am AKW Sendai mit dem Ausrufen des Notstands durch den Premierministers und einer simulierten Pressekonferenz verbunden gewesen war und anschließend endete, hielt die Stadt Nagaoka eine ungewöhnliche Übung ab.

AKW kashiwazaki-kariwa (foto: tepco)

Etwa 6.400 Einwohner, die nahe des AKW Kashiwazaki-Kariwa lebten, beteiligten sich an der Übung, in der auch die Windrichtung zum Zeitpunkt der simulierten Katastrophe berücksichtigt wurde. Unter der Prognose, dass der Wind nach Südosten wehen wurde, wurden die Einwohner angewiesen, sich in Evakuierungszentren außerhalb dieser Windrichtung zu begeben.

Allerdings wurde dann im Stadtzentrum etwa eine halbe Stunde lang Nordwinde gemessen, was bedeutet hätte, dass sich die Flüchtlinge in den Bussen einer Zone genähert hätten, in der starker radioaktiver Niederschlag (Fallout) zu erwarten sei. Daher hoffen die Verantwortlichen entsprechende Maßnahmen zu finden, mit denen Evakuierungsverläufe schneller angepasst werden könnten.

Im Fall der Fukushima-Katastrophe hatte man die Daten des SPEEDI-Systems zur Vorausberechnung der Verbreitung nicht genutzt, so dass Anwohner unwissentlich in stärker kontaminierte Gebiete geflohen waren (Spreadnews berichtete am 28. Dezember 2011).

Die Übung vom Wochenende ist für die Einwohner von Nagaoka von besonderem Interesse, da der Elektrizitätskonzern TEPCO im vergangenen Monat die Durchführung von Sicherheitskontrollen beantragt hatte. Diese sind Voraussetzung für den Neustart von Reaktoren. Über die Übung berichtete die NHK.

IAEA-Team nimmt Umweltmanagement-Mission auf:

Am heutigen Montag begann ein 16-köpfiges Team unter der Leitung von Juan Carlos Lentijo ihre einwöchige Mission in Japan. Nach Angaben von Lentijo, der bereits bei der ersten IAEA-Mission im Oktober 2011 in Japan war, besteht die Hauptaufgabe in der Beratung von Behörden in Umweltfragen.

Fukushima: dekontamination von bäumen mit hochdruckreinigern im juni 2012 (foto: tepco)

Insbesondere die allgemeine Senkung der Strahlungswerte und die Klärung, wie radioaktiv kontaminiertes Erdreich effektiv und sicher entsorgt werden kann, gehören zu den Themen der Experten. Nach den ersten Hilfestellungen im Oktober 2011 wolle man nun sehen, ob den Empfehlungen tatsächlich gefolgt werde.

Bis zum Ende des Einsatzes am kommenden Montag will das Team einen ersten Bericht für die japanische Regierung erstellen. Darin werden sich voraussichtlich auch Empfehlungen finden, wie die Dekontamination effizienter durchgeführt werden.

Hierüber berichteten etwa Kyodo und jiji.



http://networkedblogs.com/Q2gZW

Tags: news

October 10 2013

aren
13:05

Geld ist der einzige Gott für die Kirche

Jedes Jahr fließen 19 Milliarden Euro an Zuschüssen und Erleichterungen vom deutschen Staat in die Kassen der Kirchen. Dazu kommen noch einmal 45 Milliarden Zuschuss vom Staat für Caritas und Diakonie und das alles neben der eigentlichen Kirchensteuer, die ebenfalls nochmal 9 Milliarden ausmacht.

Diese Unsummen an Steuergeldern sind offenbar notwendig, um die Vormachtstellung des Christentums in Deutschland zu erhalten und unsere verdorbene Gesellschaft vor der endgültigen Gottlosigkeit zu bewahren. Da es jedoch immer wieder ein paar kritische Stimmen aus der Bevölkerung gibt, braucht diese Gottesvertretung eben auch eine eigene politische Vertretung.
Eine Partei, die am besten direkt im eigenen Grundsatz schwarz auf weiß die Welt und den Menschen zur Schöpfung Gottes erklärt und im Dienste des Schöpfers und seiner großen, hungrigen Familie handelt.

Während die Philosophen der Aufklärung samt Charles Darwin im Grab rotieren, hält man bei der CDU/CSU an der mysteriösen deutschen Leitkultur fest, die ganz klar auch das christliche Menschenbild beinhaltet.

Die lobbyistische Arbeit klappt seit Jahrzehnten wunderbar. Da kann der eine oder andere Kollege selbst aus sehr religiösen Ländern wie Italien oder Polen beten, was das Zeug hält. Die deutsche Kirchensteuer ist und bleibt weltweit einzigartig und „Säkularisierung“ weitestgehend ein Fremdwort.

Wir treffen uns mit einem Mann, der seit fünf Jahren damit beschäftigt ist, u.a. in öffentlich-rechtlichen Talkshows Geistliche und Politiker mit unangenehmen Fragen zu konfrontieren. Er heißt Philipp Möller, kommt aus Berlin und ist neben seiner Tätigkeit als Bestsellerautor auch Pressesprecher der Giordano Bruno Stiftung. Beides ohne Gottes Hilfe.

VICE: Welche Lebenserfahrungen haben dich dazu verleitet, aktiver Atheist zu werden?
Philipp Möller: Ob jetzt jemand an Gott glaubt oder nicht und an welchen, das ist mir vollkommen egal. Das ist eine absolute Privatsache und dieses große Grundrecht der Glaubensfreiheit ist ein superwichtiges Recht einer modernen Gesellschaft, aber es kam eben aus der Aufklärung heraus. Dass wir heute glauben können, was wir wollen, ist schließlich kein Verdienst der Kirchen, sondern derjenigen, die gegen die Kirchen gekämpft haben! Und als ich dann erfahren habe, dass unser Staat jährlich—neben der Kirchensteuer!—19 Milliarden Euro in die Kirchen buttert, die nicht in soziale Zwecke fließen; als ich erfahren habe, dass Caritas und Diakonie gar keine kirchlichen Einrichtungen sind, sondern zu 98% vom Staat bezahlt werden; als ich mir die ganzen Privilegien vor Augen gehalten habe, die die Kirchen so haben, wie zum Beispiel den Religionsunterricht, also weltanschauliche Manipulationen von kleinen Kindern, dazu Steuervergünstigungen, Mitgliedschaften im Rundfunkrat, im Ethikrat, da habe ich mir gedacht: „Jetzt reicht's, fuck you!“ Dann bin ich aktiv geworden. Klar, ich bin Atheist, ich glaube nicht an Gott, aber—um es mit Richard Dawkins zu sagen—ich bin auch Afeeist, weil ich nicht an Feen glaube.

„Für uns ist der Mensch Geschöpf Gottes und nicht das letzte Maß aller Dinge“, stand 1994 im Grundsatz der CDU. Mittlerweile hat man auf das „letzte Maß aller Dinge“ verzichtet. Ist das „C“ im Namen der uns regierenden Partei dennoch ernst zu nehmen?
Mich beunruhigt es, dass wir in einem demokratischen Staat leben, der von einer Partei regiert wird, die zwar das Wort „Demokratie“ im Namen hat, aber eben auch das Wort „Christentum“. Das Christentum hat, so wie andere absolutistische Herrschaftssysteme, natürlich gar nichts mit Demokratie zu tun, sondern mit dem Gegenteil, der Theokratie, der Herrschaft Gottes, wo nicht das Volk entscheidet, sondern die Vertreter, das Bodenpersonal des imaginären Alphamännchens. Das ist ein riesiger Widerspruch und wir sehen natürlich auch, was dabei rauskommt: Ob das medizinethische Diskussionen sind, beispielsweise die Sterbehilfe, ob das Diskussionen um Präimplantationsdiagnostik sind. Immer wieder sehen wir, dass die Kirchen Einfluss haben und dieser Einfluss ist meines Erachtens viel stärker, als die Bevölkerung tatsächlich wirklich christlich ist und dahinter steht.
Wenn den Kirchen der Status der Körperschaft des öffentlichen Rechts aberkannt würde, müssten sie die gleichen Steuern zahlen wie alle anderen; wenn wir kein Kirchensteuersystem hätten, dass uns—nebenbei bemerkt—ganze vier Milliarden Euro kostet; wenn wir nicht mehr auf der Lohnsteuerkarte angeben müssten, welche Konfession wir hätten, dann hätten wir was geschafft. Der letzte Punkt ist ein Erbe des Nazi-Regimes. Hitler hat durchgeboxt, dass wir auf der Lohnsteuerkarte angeben müssen, welcher Konfession wir angehören, und das gilt bis heute, obwohl in der Verfassung steht, dass niemand gezwungen ist, seine Konfession öffentlich anzugeben—eine Oberfrechheit!

Die Kirchenvertreter sind stets in Fernsehshows präsent und wissen sich meist zu artikulieren. Wie schätzt du die PR-Abteilung deiner Kontrahenten ein?
Was die Kirche sehr gut beherrscht, ist Öffentlichkeitsarbeit, Corporate Design und Identity. Dieses Kreuz alleine ist so ein starkes Symbol! Sie schaffen es tatsächlich, heute zu behaupten, sie hätten sich an der Entwicklung der Menschenrechte beteiligt. Das ist so, als würden sie in 50 Jahren hingehen und sagen: „Wir haben uns für die Rechte von Homosexuellen eingesetzt.“ Und genau so verhält es sich mit der Gleichberechtigung von Mann und Frau, der Pressefreiheit, der Freiheit von Forschung und Wissenschaft, der Einführung der Demokratie und vor allem eben der Glaubensfreiheit: Das ist genau das Gegenteil von dem, was sie getan haben. Wir kennen alle diese Geschichten von Galileo Galilei und auch Giordano Bruno. Und doch schaffen sie es, in der Öffentlichkeit ein Bild der Heilskirche und der Friedenskirche herzustellen.

Wieso glaubst du, dass die Kirche trotz allem noch Zuspruch erfährt?
Wenn du heute hundert Leute auf der Straße fragst, warum sie Kirchensteuer zahlen, dann wird der größte Teil sagen: „Ich sehe es als eine Art Spende.“ Weil sie eben nicht wissen, dass nur 5% der Steuer tatsächlich in caritative Zwecke fließt und 95% in die Verwaltung dieses riesigen Kirchenapparates. Auf der anderen Seite bröckelt es aber auch. Was regelmäßig aus dem Vatikan bekannt wird—nachweisliche Verstrickungen in Verbrechen und dunkle Finanzgeschäfte oder gigantische Missbrauchsskandale—, sind natürlich PR-Katastrophen. Die Besucherzahlen der Gottesdienste sind in Zentral- und Westeuropa stark rückläufig, die Austrittszahlen hoch, die Taufzahlen immer geringer. Man muss nur ins Jahr 1970 zurückschauen, da waren in der BRD 49% der Menschen evangelisch, 45% katholisch und 4% konfessionsfrei. Im Jahr 2012 sind je 29% katholisch und evangelisch, nur 43% der Bevölkerung bezeichnen sich selbst als religiös und ganze 38% sind konfessionsfrei—es scheint, als kämen immer mehr Menschen dem faulen Zauber der Religion auf die Schliche.

In Russland, den Arabischen Emiraten und vielen anderen Ländern würdest du für dein öffentliches Auftreten höchstwahrscheinlich im Knast landen.
Das stimmt, und ich bin auch extrem froh und schaue sehr optimistisch durch die weiten säkularen Teile Europas. Blicken wir aber in andere Teile der Welt, sieht es schon anders aus. Die Entwicklungen, die der Islam weltweit annimmt, sind weitestgehend sehr beunruhigend: Apostaten, also Muslimen, die sich vom Islam abkehren, droht in islamischen Staaten die Todesstrafe, und vielfach wird sie auch umgesetzt. Es gibt aber auch heute noch christliche Hassprediger, beispielsweise in Afrika, die für regelmäßige Hexenverbrennungen sorgen. In Nigeria wurden seit den 90er Jahren Tausende Kinder verbrannt, die beschuldigt wurden, Hexen zu sein.
Michael Schmidt Salomon schreibt ja: Wir sind wie Fünfjährige, die man in einen Jumbojet setzt. Wir stellen uns so blöd an, haben aber so krasse Technologien zur Verfügung und werden teilweise von Leuten regiert, die—auf weltanschaulicher Ebene—nicht mal eins und eins zusammenzählen können.

Apropos Jumbojet. Bleibst du auch bei starken Turbulenzen Atheist?
Ich habe so viel Angst vor dem Fliegen wie ein Fisch vor dem 100-Meter-Lauf. Das ist einfach nicht unser Element. Natürlich setze ich mich mit dem Gedanken vom Tod und Nichtexistenz auseinander, aber ich möchte mir keine falschen Hoffnungen einreden. Diese Jenseitsfantasie ist ein starker Teil der großen Religionen, ohne das funktioniert das Ganze nicht. Aber man muss sich vor Augen halten, was das de facto bedeutet, wenn man seine Wünsche, sein Streben nach Glück ins Jenseits verschiebt. Dann kann man sich im Diesseits eben auch beuteln lassen. Es gibt diese Textstelle von Reinhard Mey: „Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm: ,Halt du sie dumm, ich halt sie arm.‘" Mein Leben ist kurz und daher möchte ich es für mich, meine Mitmenschen und meine Mittiere so schön wie möglich gestalten. Und ich bleibe im Flugzeug auch bei Turbulenzen Skeptiker, sagen wir es so.

Weitere Artikel:

Wie schwul ist die katholische Kirche wirklich?

Kann eine Kirche für Atheisten aus Ungläubigen bessere Menschen machen?

Unsere Antwort auf Lohmanns Abtreibungsbashing? Christen fisten.


http://www.vice.com/de/read/geld-ist-der-gott-der-kirche/?utm_source=vicefb

Tags: religion news
Reposted fromverschwoerer verschwoerer viaatheism atheism
Older posts are this way If this message doesn't go away, click anywhere on the page to continue loading posts.
Could not load more posts
Maybe Soup is currently being updated? I'll try again automatically in a few seconds...
Just a second, loading more posts...
You've reached the end.

Don't be the product, buy the product!

Schweinderl